Bewegung in der frühkindlichen Bildung

Bewegung ist nicht nur ein elementares Bedürfnis des Kindes, sondern nachweislich zugleich die wichtigste Voraussetzung für seine körperliche, geistige und soziale Entwicklung. Kinder brauchen dementsprechend Raum für Spiele, bei denen sie ihren Körper und alle Sinne einsetzen können. Nur so erschließt sich das Kind die Welt über Bewegung als wichtigstes Erfahrungsmittel, von dem es abhängt, in welcher Weise Eindrücke aus seiner Umwelt aufgenommen und verarbeitet werden. Mit Hilfe von Körper- und Sinneserfahrungen begreift das Kind seine Welt.

Im aktiven Handeln lernt ein Kind Ursachen und Wirkungszusammenhänge kennen. Die Bedeutung von Bewegung und Wahrnehmung für die Gesamtentwicklung sowie die Ausbildung der Persönlichkeit von Kindern bedarf besonderer pädagogischer Handlungsfelder. Außerdem führt das Wissen um die enge Verbindung zwischen der psychischen, geistigen und sozialen Entwicklung zu folgender erzieherischer Vorgabe: Kindern sollten vielfältige Bewegungsanreize zur Verfügung stehen, die in den Alltag integriert und nicht auf bestimmte Zeiten und Räumlichkeiten begrenzt sind.

Bei allen VSK Angeboten kann das Kind eigene Ideen und Körpersignale einbringen, damit die individuelle Bewegungsentfaltung zu Selbstbestimmung führen kann. Das kann und darf auch mal ein wenig wehtun. In einer erlebnisreichen und motivierenden Umwelt gehören kleine Beulen und Tränen dazu, wenn die Kinder in Bewegung sind. Viel schlimmer wären die unsichtbaren und langfristigen Folgen einer gut gemeinten, aber behindernden Bewegungsbegrenzung. Denn nur was die Kinder erproben können, können sie auch wirklich lernen.